Südthüringer Zeitung vom 02.08.2010

Foto: Monika Gebhardt
Polonaise durch das Gerätehaus
Der traditionelle Gemeinde-Feuerwehrtag in Dorndorf mit Einsatzübung und vielem mehr lockte zahlreiche Gäste an.
Dorndorf – Ein abwechslungsreiches Programm boten die Dorndorfer Feuerwehrkameraden am Samstag ihren Gästen. Nach den Grußworten von Bürgermeister Ingo Jendrusiak warteten die „Lindenzwerge“ mit einem schwungvollen Programm auf, schließlich besteht eine sehr lebendige Patenschaft zwischen Feuerwehr und Kindergarten. Höhepunkt war die Polonaise durch das Feuerwehrgerätehaus und die Übergabe einer Collage mit Fotos von gemeinsamen Unternehmungen, wie Schuleinführung, Kinder- und Wandertag.
Als weitere Überraschung war die Rettungshundestaffel des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) aus Eisenach mit neun Flächensuchhunden vor Ort. Acht Hundeführer um Olf Steinig führten die verschiedenen Schritte zur Ausbildung eines Rettungshundes vor und erläuterten die Voraussetzungen für die Ausbildung eines solchen Vierbeiners, wie beispielsweise Spiel- und Lauffreudigkeit.
Innerhalb einer spektakulären Einsatzübung demonstrierten anschließend 31 Kameraden ihr Zusammenwirken im Ernstfall.
Dazu gab es noch einen simulierten Verkehrsunfall. In Windeseile waren die Dorndorfer Kameraden zur Stelle. Unterstützung bekamen sie von den Kameraden der Feuerwehr Merkers, die noch mit drei Feuerwehrmännern aus Kieselbach verstärkt wurde. Die Kameraden aus Dietlas und Vacha waren vor Ort, Letztere mit ihrem ABC-Erkunder, denn bei einem der verunglücken Fahrzeuge bestand der Verdacht auf Gefahrgutstoffe.
Diesen Verdacht bestätigten die ABC-Erkunder letztendlich auch, denn sie stellten radioaktive Stoffe fest. So mussten alle Maßnahmen zur Rettung der verletzten Personen unter Atemschutz durchgeführt werden. Die unentbehrlichen Kameradinnen und Kameraden des DRK übernahmen die medizinische Betreuung und Notdekontaminierung. Der Einsatz wurde geleitet von Dorndorfs Wehrführer Andreas Hermann, kommentiert wurde er bis ins kleinste Detail vom ehemaligen Dorndorfer Wehrführer Christian Zänsch.
Zahlreiche Zuschauer beobachteten die große Einsatzübung und zollten den Kameraden mit Beifall Respekt.
Für jeweils 50 Jahre Treue zur Feuerwehr zeichnete Bürgermeister Ingo Jendrusiak Rolf Hermann und Franz Rismondo mit dem großen Brandschutzehrenzeichen am Bande aus und verlas ein Dankesschreiben vom Pummpälzverein an die Dorndorfer Feuerwehrkameraden. Die Floriansjünger hatten stets bei Radsportveranstaltungen den Pummpälzverein unterstützt. Dieser hoffe auch in Zukunft auf gute Zusammenarbeit.
Anschließend ließen sie sich von den Floriansjüngern auf dem Festplatz und im Gerätehaus mit Kuchen, Kaffee und Grillspezialitäten verwöhnen und konnten die attraktive Technik-Schau in Augenschein nehmen.
Dabei erregte der nostalgische Schlauch- und Hydrantenwagen von 1890 erneut die Aufmerksamkeit der Besucher.
Für die Kinder war eine Spritzwand aufgebaut, bei der sie ihre Zielsicherheit unter Beweis stellen konnten. Beim Erfahrungsaustausch, dem Genuss von Grillspezialitäten und kühlem Gerstensaft klang der Gemeindefeuerwehrtag gemütlich und mit einigen humorigen Einlagen, wie Tauziehen und Bierkrug-Stemmen, aus.
Gestern gab es noch einen Frühschoppen. gdt