
Südthüringer Zeitung vom 27.01.09
Die Grippe hatte den Bestand der achtköpfigen Merkerser Jugendfeuerwehr zwar halbiert, aber mit Max Czepluch von der Einsatzabteilung, Wehrführer Lars Offhaus und seinem Stellvertreter Christian Gereke sowie Jugendwart Martin Schulz (hinten v. l.) war umsichtige Hilfe zur Stelle. Foto: Werner Kaiser
Lockendes Licht auf feuchter Wiese
Merkers – Wenn das Brennmaterial nicht davongeschwommen ist, findet die Party statt“, kommentierte Wehrführer Lars Offhaus die Wetterkapriolen zum Weihnachtsbaumverbrennen der Merkerser Feuerwehr. Max Czepluch von der Einsatzabteilung ergänzte: „Was soll denn das für eine Feuerwehr sein, die vorm Klima kuscht!“
Freilich, die frühere Badewiese war gründlich durchgeweicht, und die Besucher waren gut beraten, die Weg über den Treppenzugang nahe der Werrabrücke und die Fläche des ehemaligen Schwimmbeckens zu wählen. Vor den ausgedienten Umkleidekabinen brannten schon mehrere Feuerkörbe, die Roste glühten, der Glühwein dampfte, und angesichts zahlreicher Gäste meinte man zunächst: Na, wenigstens haben sie gleich eine passable Ersatzveranstaltungauf die Beine gestellt. Aber weit gefehlt – unter sachkundiger Begleitung machte sich die Jugendfeuerwehr auf zu dem ansehnlichen Stapel Brennmaterial, und siehe da, die ausgedienten Fichten, Kiefern und Tannen ließen sich ohne großen Widerstand in eine weithin leuchtende Fackel verwandeln.
Es wurden sogar Mitbürger gesichtet, die ihren Baum als Beitrag zur Festbeleuchtung erst zu dieser Abendstunde mitbrachten und in die Flammen warfen – ein unverlangter, aber willkommener Obolus.
Noch mehr freuten sich der Feuerwehrverein und seine Vorsitzende Grit Bytzek, die die Feier routiniert absicherten, darüber, dass sich die Merkerser wieder in großer Zahl hatten einladen lassen und einen stimmungsvollen Abend verbrachten. wer